Ihr guter Vorsatz für 2018: Digitalisierung

Checkliste für einen erfolgreichen Digitalisierungsprozess

Die Digitalisierung steht für 2018 auf Ihrer Agenda. Sie haben sich vorgenommen, dieses Jahr das Thema anzugehen. Nun ist Januar und Taten müssen folgen. Die folgenden Punkte können Ihnen helfen, Ihren Digitalisierungsprozess erfolgreich anzugehen:

1. Digitalisierung als Teil Ihrer Strategie

Die Digitalisierung ist nicht einfach ein Projekt mit Projektstart und -ende. Auf der anderen Seite brauchen Sie auch keine Digitalstrategie zu erarbeiten. Die Digitalisierung muss Teil ihrer Strategie sein. Überprüfen Sie also Ihre Strategie dahingehend, ob Sie in einem digitalisierten Umfeld zukunftsfähig ist. Wenn dem so ist, bzw. Sie die Strategie dahingehend angepasst haben, geht es darum zu definieren, welche digitalen Werkzeuge, Technologien, Absatzkanäle, etc. ihnen dabei helfen, diese Strategie umzusetzen.

In der Praxis heisst das: Starten Sie nicht mit Aussagen wie „Wir brauchen einen Webshop“ oder „wir wollen eine App für unsere Produkte“. Vielmehr geht es darum, strategische Ziele zu formulieren wie „Wir wollen unser Zubehör und Ersatzteilgeschäft stärken, indem unsere Kunden die Teile jederzeit direkt bestellen können.“ Die Lösung kann dann ein Webshop sein, oder vielleicht gar eine digitale Bestellfunktion direkt im Produkt. Darauf kommen Sie aber nur, wenn Sie Ihre Ziele lösungsneutral und aus Kundensicht formulieren.

2. Entscheidungsgrundlagen für Ihre digitalen Projekte schaffen

Stellen Sie sicher, dass Sie Umfang und Tragweite eines Projektes erfasst und sich die notwendigen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet haben. Stürzen Sie sich nicht als erstes auf die Technologie, sondern beleuchten Sie alle Aspekte des Projektes. So vermeiden Sie, dass im Laufe der Umsetzung immer neue Aspekte und zusätzliche Investitionen auftauchen, welche schlussendlich das Projekt verlangsamen oder die Zielerreichung gefährden.

Wenn wir beim Beispiel „Webshop“ bleiben, wären folgende Fragen zu klären: Wie führen Sie die Kunden zum Shop? Welche personellen Ressourcen und Fähigkeiten brauchen Sie für die Umsetzung und den späteren Betrieb? Wie sieht das Geschäftsmodell aus? Wie müssen sich Organisation und Prozesse anpassen? Welche Investitionen und Anpassungen an der EDV-Infrastruktur sind notwendig? Erst wenn alle diese Fragen auf dem Tisch sind, können Sie eine bewusste Entscheidung treffen.

3. Interne und externe Ressourcen prüfen

Digitale Projekte dieser Art werden meist neben dem Tagesgeschäft umgesetzt. Dabei ist „Digital“ nicht gleich „IT“. In den wenigsten Fällen kann ein Projekt einfach an die IT-Abteilung übertragen werden. Es braucht ein Projekt-Team mit Mitgliedern aus allen betroffenen Abteilungen. Nur so können Sie sicherstellen, dass alle Aspekte berücksichtigt sind und das Projekt auch breit getragen wird. Da man sich mit den meisten Projekten auf Neuland begibt, lohnt es sich oft, auch externe Ressourcen und Knowhow beizuziehen. Das entlastet die Organisation und hilft so Zeit und Lehrgeld zu sparen. Sie beugen dadurch auch der Gefahr vor, dass Ihre Mitarbeiter durch das Projekt frustriert werden, weil sie der zusätzliche Arbeitsaufwand überlastet und die gesteckten Ziele mangels Know-how und Erfahrung nicht in der gewünschten Qualität oder Geschwindigkeit erreicht werden können.

4. Agile Umsetzung Ihrer Digitalisierungs-Massnahmen

Bauen Sie nicht gleich die alles umfassende Luxus-Lösung und verlieren Sie sich nicht in einem ausufernden Wunschkonzert von Funktionen und Anwendungen, welche «auch noch toll wären». Versuchen Sie Ihr Projekt wenn immer möglich zu etappieren und rasch erste Bausteine zu lancieren. So verringern Sie einerseits das finanzielle Risiko, sind schneller am Markt und sammeln Erfahrungen, welche Ihnen bei der Priorisierung der weiteren Entwicklungen helfen.

Am Beispiel des Webshops könnte das heissen, dass man erst nur gewisse Produktegruppen anbietet, für welche die Logistik bereits verfügbar oder wo die Datenbasis schon ausreichend ist. So können Sie schon früh die Funktionalität des Shops testen und erfahren nebenbei von echten Nutzern, welche Produkte und Funktionen sie sich am dringendsten wünschen.

5. Erfolgskontrolle und permanente Optimierung

Ein digitales Projekt ist mit seiner Umsetzung nicht abgeschlossen. Der Vorteil alles Digitalen ist ja, dass Sie viele Daten und Informationen sammeln können. Vergleichen Sie diese mit den getroffenen Annahmen sowie den gesteckten Zielen und analysieren Sie die Abweichungen. Selten erreicht ein Projekt gleich nach der Fertigstellung seine Ziele. Aber wenn man weiss, wieso das so ist, kann man daran arbeiten und laufend optimieren.

Wiederum am Beispiel des Webshops angeschaut, bedeutet dies, dass man analysiert, welche Kunden den Shop besuchen, wie oft diese wiederkommen, ob und was sie kaufen, etc. Basierend auf diesen Informationen kann man beispielsweise gezielt in die Akquisition von bestimmten Kundengruppen investieren, gewisse Produktgruppen stärken oder Fehler in der Benutzerführung ausmerzen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen bei Ihrem Digitalisierungsprozess!

In eigener Sache: Sie haben sich für 2018 ein digitales Projekt vorgenommen? Zögern Sie nicht, uns für eine unverbindliche «Auslegeordnung» zu kontaktieren oder vereinbaren Sie direkt einen Termin