Traffic-Einkauf für Webseiten.

Sie brauchen mehr Traffic auf Ihrer Webseite und das organische Wachstum geht Ihnen zu langsam? Dann haben Sie viele Möglichkeiten, zusätzlichen Traffic für Ihre Seite zu kaufen. Doch bevor Sie nun Ihre Kreditkarte bei Google hinterlegen, Online-Werbung buchen oder einen Newsletter aufsetzen, sollten Sie sich drei Fragen beantworten.

 

Die drei Eingangs-Fragen:

Wen will ich zu welchem Zeitpunkt im Entscheidungsprozess ansprechen?

Ob Sie Besucher auf Ihre Seite bringen wollen, welche noch nie von Ihnen gehört haben oder ob Sie bestehende Kunden für Zusatzverkäufe ansprechen wollen, hat einen grossen Einfluss auf Ihre Strategie für den Traffic-Einkauf. Definieren Sie auch, zu welchem Zeitpunkt im Kauf- oder Entscheidungsprozess Sie Ihre Besucher abholen wollen. Ob sie einen Besucher in seiner Evaluationsphase abholen oder einen Kaufwilligen auf die Seite holen wollen, hat einen Einfluss auf Ihre Strategie. Ggf. macht es Sinn, mehrere Kampagnen für verschiedene Zielgruppen zu definieren.

Was sollen die Besucher auf meiner Seite tun und wie kann ich das messen?

Um beurteilen zu können, ob Ihr Traffic-Einkauf erfolgreich ist, müssen Sie zuerst Ziele definieren. Das kann zum Beispiel ein Kauf im Onlineshop sein, eine Informationsanfrage oder das Konsumieren von bestimmten Inhalten. Wichtig ist, dass Sie diese Ziele mit einem entsprechenden Analyse-Tool, z.B. Google Analytics, messen können.

Wie viel ist mir ein Besucher wert?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen Sie zuerst definieren, wie viel Ihnen eine oben beschriebene Zielerfüllung wert ist. Ein Beispiel: Eine Bestellung im Online-Shop hat einen durchschnittlichen Warenwert von CHF 100 wovon CHF 40 Deckungsbeitrag sind. Die Conversion-Rate auf Ihrer Seite beträgt 2 %, d.h. Sie benötigen 50 Besucher für einen Abschluss. Ab CHF 0.80 Kosten pro Besucher erwirtschaften Sie somit einen positiven Deckungsbeitrag. Je nach Strategie lassen sich natürlich auch höhere Kosten rechtfertigen, z.B. während einer Aufbauphase oder wenn mit wiederkehrenden Kunden gerechnet werden kann.

 

Die zwei Bezahlmodelle

Cost-per-Click (CPC)

Wenn Sie Ihren Traffic nach dieser Methode einkaufen, bezahlen Sie nur wenn jemand auch wirklich auf Ihre Werbung klickt. Das heisst, der Anbieter des Werbeplatzes ist dafür verantwortlich, Ihre Werbung so oft wie nötig und dem richtigen Publikum anzuzeigen. Selbstverständlich optimiert der Anbieter auch seine Einnahmen und zeigt mit Vorliebe diejenigen Werbungen, welche am besten geklickt werden oder welche die besten Klick-Preise bezahlen. Oft versteigern die Anbieter ihre Klicks auch. D.h. Sie entscheiden selber, wie viel Ihnen ein Klick Wert ist und je nach Konkurrenzsituation können Sie dann mehr oder weniger Traffic zu diesem Preis kaufen.

Tausender-Kontakt-Preis (TKP)

Hier bezahlen Sie jede Anzeige Ihrer Werbung, unabhängig davon, ob jemand darauf klickt. Diese klassische Abrechnungsform kennt man auch aus der Offline-Werbung, z.B. bei Print oder Plakaten. Diese Abrechnungsform kann sinnvoll sein, wenn es sich um hochwertige Platzierungen handelt und Sie durch gut gemachte Werbemittel auch einen Branding-Effekt bei Nicht-Klickern erzielen können. Trotzdem sollten Sie schlussendlich die Kosten pro Besucher ausrechnen, um die verschiedenen Traffic-Quellen miteinander vergleichen zu können.

 

Die Traffic-Quellen

Suchmaschinen

Bei den Suchmaschinen können Sie gezielt Besucher abholen, welche nach bestimmten Schlüsselwörtern oder Kombinationen suchen. Sie bezahlen dabei pro Klick und entscheiden selber, wieviel Sie für einen Besucher bereit sind, zu bezahlen. Die Anzahl der Anzeigen hängt deshalb von der Höhe Ihres Gebotes und der Konkurrenz ab. Die Anzeigen bestehen lediglich aus Text und müssen kurz und prägnant gehalten werden. Vor diesem Hintergrund kann man Suchmaschinenwerbung kaum Branding-Charakter zuschreiben. Die Kosten müssen also durch den Wert der daraus folgenden Conversions gedeckt werden. Übrigens: Für die meisten ist Suchmaschine = Google. Aber auch Bing kann man getrost einmal ausprobieren.

Bannerwerbung

Die Möglichkeiten für Bannerwerbung sind sehr vielfältig und variieren je nach Plattform. Es gibt Standard-Formate (IAB-Standard) aber auch Sonderformate wie „Homepage-Takeover“. Abgerechnet wird entweder nach CPC oder TKP.  Gerade bei prominenten Formanten auf reichweitenstarken Seiten kann man der Bannerwerbung auch einen guten Branding-Effekt zusprechen. Es gibt aber auch unzählige Targeting-Möglichkeiten, um die Zielgruppe genauer zu treffen. Das beginnt bei der eigentlichen Auswahl der Werbeplattform. Aber auch die Plattformen selber bieten oft Möglichkeiten, ihre Besucher basierend auf Interessen, Herkunft oder demographischen Informationen gezielt anzusprechen. Neben einzelnen Plattformen können Sie auch Netzwerke bestehend aus verschiedenen Seiten buchen.

Retargeting

Beim Retargeting arbeitet man meist ebenfalls mit Bannern, doch spielt man diese gezielt an Personen aus, welche bereits einmal auf der Webseite waren. So versucht man z.B. Personen auf die Seite zurück zu holen, welche sich schon einmal für ein Produkt interessierten oder gar bereits einen Bestellvorgang abgebrochen haben. Da man weiss, dass diese Personen relevant sind, ist das Umfeld der Werbung nicht mehr so entscheidend.

Affiliates

Diese Werbeform wir meist von kleineren, themenspezifischen Seite angeboten, welche Werbemittel aber auch Links auf Ihrer Seite einbinden und dafür erfolgsorientiert, aber aufgrund ganz unterschiedlicher Messgrössen entschädigt werden. Gewisse Affiliates basieren z.B. auf einem Prozentsatz des Bestellwertes oder entschädigen pauschal für die Registration eines neuen Nutzers.

Newsletter

Bei vielen Newslettern gibt es die Möglichkeit bezahlte Inhalte zu platzieren. Meist wird dabei im TKP-Modell abgerechnet. Bei themenrelevanten und seriös geführten Newslettern kann diese Werbeform sehr zielführend sein.

Social Media Werbung

Da Social-Media-Plattformen viel über Ihre Besucher wissen, können Sie hier Ihre Werbung sehr zielgerichtet ausgeben. Während Sie auf Facebook eine sehr gute Reichweite im B2C erhalten, eignen sich Business-Plattformen wie Linkedin oder Xing zum Bewerben von B2B-Produkten oder Dienstleistungen.

Youtube

Auf Youtube können Sie im Vorspann von relevanten Filmen Ihren eigenen Werbespot oder Clip anzeigen lassen. Sie bezahlen wenn ein Nutzer Ihren Beitrag eine gewisse Zeit anschaut oder klickt, um auf Ihre Seite zu gelangen. Wenn Sie keinen eigenen Spot haben, können Sie in diesem Umfeld auch Text-Anzeigen platzieren.

 

Fazit

Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, Traffic einzukaufen. Wichtig ist es, sich über die Ziele im Klaren zu sein und diese auch messen zu können. Basierend auf diesen Messwerten sollten Sie Ihre Kampagne auch laufend optimieren. Versuchen Sie verschiedene Kanäle, vergleichen Sie diese und optimieren Sie so den Mix Ihrer Traffic-Investitionen.

Können wir Sie beim Traffic-Einkauf für Ihre Webseite unterstützen oder wünschen Sie einen spezifischen Input? Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.